
Die neue Ruhrbrücke von Winz-Baak zum Henrichspark © Stadt Hattingen
Mobilität in Hattingen 2026
Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche lud die ADFC Ortsgruppe Hattingen/Sprockhövel und die Stadt Hattingen am 16. September zu einer weiteren Podiumsdiskussion in diesem Jahr unter dem Titel „Mobilität in Hattingen“ ein.
Moderiert durch den stellvertretenden Sprecher der ADFC Ortsgruppe, Gerd Isenberg, stellten Baudezernent Jens Hendrix und Mobilitätsmanager Johannes Fröhlich im Bürgerzentrum Holschentor aktuelle Maßnahmen der Stadt Hattingen zur Nahmobilität vor und gaben den knapp 20 Anwesenden Gelegenheit Fragen zu stellen und Vorschläge zu machen.
Themen waren die neu beschlossene Regelung des Radfahrens in der Fußgängerzone, Maßnahmen im Umfeld der IGA 2027 mit Separierung von Rad- und Fußwegen unterhalb von Isenberg und beim Minigolf Ruhrtal sowie die neue Ruhrpromenade in Winz-Baak mit Fuß- und Radwegebrücke über die Ruhr, sowie die Anbindung via Henrichspark, Ruhrgasse und Bahnhoftraße an die Altstadt.
Nach umstrittenen Presse-Berichten zu den Fahrrad-Piktogrammketten auf der Holthauser Straße wurde eine gemeinsame Klarstellung von ADFC und Stadt Hattingen kommuniziert. Der ADFC fordert weiterhin die Schulstraße einschließlich Blankensteiner Straße bis Vinckenbrink durchgängig 24/7 als Tempo 30 Zone einzurichten. Das Problem hier 1,5 Meter Überholabstand bei Schutzstreifen nebst Dooring-Gefahr einzuhalten, würde neben Lärmschutz und Schutz der Schulkinder auch entschärft -Autofahrende von Blankenstein motiviert lieber über den bald instandgesetzten Büchsenschütz über Hütten- und August-Bebel-Straße zu fahren.
Eine 1,5 bzw. 2 Meter Überholabstands-Aktion mit der Polizei des Ennepe-Ruhr-Kreises im Rahmen der Kampagne einfach.sicher.radfahren des ADFC-NRW, wissenschaftlich unterstützt durch Dr.-Ing. Sandra Hohmann von der Ruhruniversität Bochum ist im Frühjahr 2027 in Hattingen avisiert.
Johannes Fröhlich berichtete von den ersten Erfahrungen der „Schulstraße“ zur Reduktion von Elterntaxis an der Lessingstraße. Viele, aber nicht alle Eltern sind kooperativ.
Auch wenn sich die Politik aktuell bei der Verteilung von Verkehrsflächen auf Kosten des ruhenden und fahrenden Auto-Verkehrs zu Gunsten Radfahrender und zu Fuß Gehender schwer tut, appellieren ADFC und Stadt an alle Bürgerinnen und Bürger, das Auto häufiger für kurze Strecken zum Einkaufen oder den Weg zur Arbeit oder Schule stehen zu lassen und das Rad zu benutzen. Und genau dafür brauchen wir eine sichere und bequeme Fahrrad- und Fußweg Infrastruktur.








