Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Hersfeld Rotenburg Schwalm Eder e. V.

Radfahren im Herbst

Radfahren im Herbst hat seine ganz eigenen Reize. Die ADFC-Ortsgruppe Schwalmstadt – die ganzjährig Radtouren anbietet - gibt Tipps zu Ausrüstung, Bekleidung und Fahrweise, damit alle gut durch die goldene Jahreszeit kommen.

Radfahren im Herbst
Radfahren im Herbst © Susanne Molis-Klippert

Der Herbst kann warm und sonnig, aber auch kalt und schmuddelig sein. Nasse Blätter machen die Fahrbahn rutschig, die Temperaturen die Finger kalt. Trotzdem sind auch bei unangenehmem Wetter immer mehr Radfahrende unterwegs. Die richtigen Ausstattung und Kleidung machen das möglich.

Die Tage werden kürzer, es wird früher dunkel: Im Herbst ist eine funktionierende Beleuchtungsanlage unumgänglich, auch auf dem Weg zur Arbeit, denn irgendwann schafft man es bestenfalls noch in der Dämmerung nach Hause. Sollte die Beleuchtung ihren Dienst verweigern, wird es also allerhöchste Zeit, das in Ordnung zu bringen.

Auch die passive Beleuchtung – besser bekannt als Reflektoren – verdient jetzt Aufmerksamkeit, da sie bei Regenwetter schnell verschmutzt. Damit Reflektoren ihre Aufgabe zuverlässig erfüllen können, brauchen sie gelegentlich eine Reinigung. Das betrifft die Reflektoren vorne und hinten, an den Pedalen, in den Speichen, reflektierende Speichenclips und auch die Reflexstreifen am Reifen.

  • Licht & Sicht: Funktionierende Beleuchtung und saubere Reflektoren sind Pflicht. Bei akkubetriebener Beleuchtung: Sind die Akkus aufgeladen? Habe ich mein Akku-Licht dabei und nicht zuhause in der Schublade? Eine Sonnenbrille oder Kappe kann bei tiefstehender Sonne helfen.
     
  • Kleidung: Es werden unbedingt helle bzw. Kleidung mit Reflexelementen und/oder reflektierende Klettbänder empfohlen. Das Zwiebelprinzip anwenden: Schichten, die man an- und ausziehen kann, sowie wasser- und winddichte Oberbekleidung, Helmüberzug und wasserfeste Handschuhe.
     
  • Die Stunde des Schutzbleches: Wenn es regnet schlägt die Stunde von Schutzblech und Kettenschutz. Das vordere Schutzblech schützt Schuhe und Hose, das hintere nicht nur den nachfolgenden Verkehr, sondern auch die Rückseite des Fahrers oder der Fahrerin vor unschönen Verzierungen. Viele neue Fahrräder haben einen Schönheitsfehler: Die Schutzbleche sind zu kurz. Hier hilft am einfachsten eine Verlängerung oder ein oft nicht ganz so cool aussehender Spritzschutzlappen.
     
  • Füße: Wasserdichte Überschuhe oder Regenhosen mit integrierten Überschuhen schützen vor Nässe und Kälte.
     
  • E-Bikes: Akkus bis kurz vor Fahrtbeginn im Warmen lagern und gegebenenfalls mit Neoprenhüllen schützen, um Reichweiteverlust zu vermeiden. 
     
  • Rutschgefahr: Auf nassem Laub und Fahrbahnen vorsichtiger fahren, Tempo reduzieren und Vollbremsungen vermeiden.
     
  • Abstand & Tempo: Große Abstände zu anderen Verkehrsteilnehmern halten und das Tempo drosseln.
     
  • Kurven: In Kurven nicht bremsen oder treten, sondern rollen lassen (besonders bei Glätte).
     
  • Vorausschauend: Auch tagsüber mit früh einsetzender Dunkelheit rechnen und gut sichtbar sein. 

Ein Beitrag von Susanne Molis-Klippert


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