Traktor trifft Fahrrad - Rücksicht macht Wege breit
Radfahren in der Natur abseits des Straßenverkehrs macht Spaß - nicht nur wegen der schönen Landschaft. Es wird als sicherer empfunden als inmitten des Autoverkehrs. Auch Radrouten sind häufig in Wald und Flur zu finden.

Radrouten werden oft zusammen mit dem land- und forstwirtschaftlichen Verkehr durch Wald und Flur geführt. Auch weil Radfahren in der Natur abseits des Straßenverkehrs als sicherer empfunden wird und mehr Spaß macht oder auch wegen der schöneren Landschaft sind Radfahrende häufig auf Feld- und Forstwegen unterwegs. Soweit landwirtschaftliche Wege („Wirtschaftswege“) benutzt werden, kann der Genuss beim Radeln durch Konflikte mit Landwirten getrübt werden.
Vor längerer Zeit ist bereits die Kampagne „Rücksicht macht Wege breit“ entwickelt werden. Der Slogan, den man häufig als Piktogramm auf Wirtschafts- und Feldwegen findet, ruft zu gegenseitiger Rücksichtnahme zwischen Landwirten, Fuß- und Radverkehr auf, um Ärger zu vermeiden und ein harmonisches Miteinander zu fördern.
Auf Wirtschaftswegen gilt grundsätzlich die Straßenverkehrsordnung, das heißt z.B. die „Rechts vor Links-Regel“: wer von rechts kommt, hat Vorfahrt. Auch beim Ausweichen im Gegenverkehr gilt: wer auf seiner Seite ein Hindernis hat, muss warten. Auf durchgängig schmalen Wegen gilt gegenseitige Rücksichtnahme.
Grundsätzlich sollte ein respektvolles Miteinander das Verhalten bestimmen. Durch Blickkontakt und Handzeichen kann man sich gegenseitig verständigen und wird sicherlich eine Lösung finden, wenn z.B. der Platz zum Vorbeifahren fehlt oder der Überholabstand nicht ausreichend ist, appelliert Susanne Molis-Klippert, Sprecherin der ADFC-Ortsgruppe Schwalmstadt.
Insbesondere, wenn Landwirte mit weniger beweglichen Landmaschinen wie Traktoren mit Anhängern oder Anbaugeräten unterwegs sind, sollten Radfahrende überlegen, ob es nicht fairer ist, dem landwirtschaftlichen Verkehr im Begegnungsfall den Vorrang zu geben, als auf das eigene Recht zu pochen. Gerade in besonders arbeitsintensiven Zeiten, in denen die Landwirte günstiges Wetter möglichst effektiv nutzen möchten, freuen sie sich über eine freie Fahrt im Feld.
Statt Konflikte auszutragen, geht es am besten mit Freundlichkeit, Rücksicht und Verständnis füreinander.
Zusammengestellt von Susanne Molis-Klippert, Schwalmstadt